Die Cloud auf deutschen Straßen

Mittlerweile sind Clouds schon in vielen Bereichen unseres Lebens zu Hause, doch bald könnte ein weiterer großer Schritt auf ihrem Siegeszug folgen.
Man kennt das ja, die Ampel auf die man zufährt steht schon lange auf grün. Unbewusst wiegt man schon mal ab ob man lieber beschleunigen- oder doch lieber gemächlich auf die Kreuzung zurollen sollte. Selten stimmt die eigene Kalkulation mit der Realität überein. Wenn man sich dazu entscheidet ordentlich aufs Gas zu treten, könnte man die Ampel bei rot passieren und das zieht im schlimmsten Fall ein Fahrverbot mit sich.

BMW möchte diesem Phänomen entgegentreten und forscht auf der Teststrecke bei München 03an einem Projekt, was das Problem in Zukunft aus der Welt schaffen könnte. Der Autobauer möchte Cloud-Technik dazu nutzen um die Ampel und das eigene Fahrzeug kommunizieren zu lassen. Damit wäre es möglich, dass das Auto in Zukunft Daten erhält, wie lange die Ampel noch grün ist und ob sich das Überfahren lohnt oder nicht. Dies soll anhand der Geschwindigkeit und Position des Fahrzeugs ermittelt werden können. Auf einem Head-Up-Display, die ja bekanntlich schon in manchen Autos Verwendung finden, könnte dann angezeigt werden, mit welcher Geschwindigkeit die Ampel überfahren werden könnte oder ob das Passieren zu gefährlich ist. Reagiert der Fahrer nicht auf die Empfehlungen des Bordcomputers ist es sogar denkbar den bereits in vielen Autos vorhandenen Notbrems-Assistenten mit einzubinden, der dann in einem kritischen Abstand zur Ampel aktiviert wird.
Auch Gefahrenmeldungen könnten vom Fahrzeug aufgegriffen- und automatisch in die Cloud geladen werden. Fahrer anderer Fahrzeuge würden dann davon profitieren und Gefahrensituationen früher erkennen. Die Cloud als persönlicher Leibwächter im Straßenverkehr – ein tolles Projekt meiner Meinung nach!